Familienzeit in Sri Lanka

Im Sommer 2017 haben wir uns entschlossen noch einmal eine grosse Reise zu machen, bevor unsere Tochter eingeschult wird.
Bevor Sri Lanka zum touristischen Hotspot wird, möchten wir einmal die Insel besuchen. Geplant waren ca. 2 Monate auf Sri Lanka und dann nochmal 2 Monate in einer anderen noch unbekannten Destination zu verbringen. Nach ca. 1.5 Monaten haben wir uns schon so in Sri Lanka verliebt, dass wir beschlossen haben, die ganzen 4 Monate zu bleiben.

Wir wollten sehr einfach reisen und hatten nebst den Tagesrücksäcken nur 2 grosse Rücksäcke.
Wir bereisten Sri Lanka hauptsächlich mit Zug, Bus und zwischendurch mal ein Privattaxi.

BUS
Sri Lanka hat ein sehr gut funktionierendes Busnetz. Die Busse fahren in jedes Dorf und sind sehr preisgünstig.
Die besten Plätze sind die vordersten, die haben am meisten Beinfreiheit. Je nach Strecke kann der Bus sehr voll sein und der Reisekomfort ist dann nicht mehr so toll. Die Einheimischen sind sehr kinderfreundlich und machen immer Platz für Familien.

ZUG
Im Gegensatz zu den Bussen hat man im Zug viel mehr Platz. Die meisten Züge halten jedoch an jeder Station, deshalb sind die Züge nicht das schnellste Transportmittel. Auch die Zugtickets kosten fast nichts und es können nur vereinzelte Strecken reserviert werden.
Die Zugstrecke Kandy - Ella ist eine der Hauptattraktionen von Sri Lanka und dementsprechend voll. Sie dauert ca. 8h und die meisten Leute haben nur Stehplätze. Man kann von Kandy mit dem Tuktuk eine Station zurück fahren und sich dort einen Sitzplatz sichern.
Zugstrecken und Fahrpläne gibts auf www.seat61.com

PRIVAT TAXI
In Sri Lanka kann fast überall ein Fahrer mit Auto organisiert werden. Der Preis für eine längere Strecke ist ca. 50.-.
Die Fahrer können auch über längere Zeit gebucht werden.

TUKTUK (3-WHEELER)
Für uns war das Tuktuk wohl das wichtigste Transportmittel. Da es ziemlich heiss ist, haben wir auch für kurze Strecken immer ein Tuktuk genommen. Ausser in Colombo (Taxmeter) wird der Preis immer vorher ausgehandelt. Nebst einem günstigen und angenehmen Transportmittel, waren für uns vorallem die Tuktukfahrer sehr wichtig. Viele Tuktukfahrer sind die besten Reiseführer. Von den besten Fahrern haben wir die Telefonnummern behalten und können bei mir angefragt werden. Wir haben sogar kurze Strecken mit Gepäck gemacht. Und die besten Fahrer klettern mit Euch auch auf einen Berg! Vielerorts können Tuktuks auch zum selberfahren gemietet werden.

Relaxtes Ankommen in Kalpityia

Wir haben unsere ersten 2 Wochen in Sri Lanka vorreserviert. Um uns etwas einzuleben und anklimatisieren verbringen wir die erste Zeit im Ruuk Village in Kalpitiya im Nordwesten von Sri Lanka.

Die Cabanas sind einfach ausgestattet und die Neueren haben ein eigenes Open-Air Badezimmer. Für die Kinder können Zusatzbetten bestellt werden.

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Nebst dem Anklimatisieren, sind wir auch in Kalpitiya zum Kitesurfen. Das Ruuk Village liegt nicht am Meer, sondern an einer Lagune, die ans Meer grenzt. Mehrmals täglich gibt es einen 5-minuten Transfer mit dem Boot zum Kitestrand. Die Lagune bietet gute Windverhältnisse und war im Januar auch nicht so voll wie sie es in den Sommermonaten sein wird. Wir hatten Glück und waren fast jeden Tag auf dem Wasser!

Das Ruuk Village hat eine eigene Kiteschule und Mietmaterial.

Das Ruuk Village ist relativ jung und der Eigentümer ist ein in Zürich lebender Singhalese. Die junge einheimische Crew ist sehr sympathisch, authentisch und liebenswert. In der Küche kochen 2 tamilische Frauen traditionell auf dem offenen Feuer.
Die Mahlzeiten werden zusammen an einem grossen Tisch gegessen. Die abwechslungsreichen Speisen gehörten zu den besten, die wir in Sri Lanka hatten!

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Safari im Wilpattu NP

Das Ruuk Village hat uns einen Tagesausflug in den Wilpattu Nationalpark organisiert.
Am Morgen werden wir direkt vor dem Resort mit dem Boot abgeholt, die Lunchpakete und viel Wasser kommt haben die Köchinnen schon frühmorgens vorbereitet und wir fahren mit dem Boot zuerst zum über 500jährigen Baobab (Affenbrotbaum).

Mit dem Boot gehts noch kurz weiter und wir steigen um in unseren Jeep. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir den Eingang zum Nationalpark. Der Wilpattu NP ist sehr gross und noch nicht so touristisch.

Die Safari war sehr schön für Jung und Alt. Kosten alles inklusive ca. 90.- für die ganze Familie.

Pidurangula

Sigiriya ist eine der weiteren grossen touristischen Ziele auf Sri Lanka. Gleich daneben und viel weniger frequentiert ist der Fels Pidurangula. Wir haben uns entschlossen dort hinaufzusteigen. Der Aufstieg ist nicht allzu schwer und für eine 6-jährige noch spannend weil gegen Schluss ein bisschen geklettert werden darf.

Auch hier hat uns unser ca. 50jähriger Tuktukfahrer bis ganz hinauf begleitet und und teilweise noch unseren kleinen Sohn getragen.
Die Aussicht von oben ist atemberaubend und man hat eine wunderbare Aussicht auf Sigiriya. Sehr empfehlenswert!

Wir haben in einem Family Treehouse in der Nähe übernachtet. Das Treehouse war sehr geräumig und hatte eine grosse Terrasse mit Ausblick über die Reisfelder. Zum Resort gehört ein schöner Pool, perfekte Abkühlung nach einem Wandertag.

Jaffna

Wir wollten unbedingt den Norden besuchen und wurden nicht enttäuscht.
Die Zugstrecke ist die modernste in ganz Sri Lanka und wir hatten viel Platz im Zug.